Samstag, 03. Dezember 2022

Kreisneu

Notruf: 112
  • Verabschiedung stellv. Kreisobmann Franz Helmstädt

  • Feuerwehrsenioren erneut im Arbeitseinsatz auf einer Kriegsgräberstätte

  • Einladung zum 8. Feuerwehr-Duathlon in Ochsenhausen

  • Feuerwehrsenioren erneut im Arbeitseinsatz auf Kriegsgräberfriedhof

    Feuerwehrsenioren erneut im Arbeitseinsatz auf Kriegsgräberfriedhof

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Feuerwehrsenioren erneut im Arbeitseinsatz auf Kriegsgräberfriedhof

Inzwischen ist die Kriegsgräbertruppe der Feuerwehrsenioren auslandserfahren: Zum dritten Mal war sie im Einsatz auf einem Kriegsgräberfriedhof in Frankreich. Diesmal ging die Reise für zwei Wochen in den Südwesten von Frankreich, nach Berneuil, 100 Kilometer nördlich von Bordeaux. Mit zwei Fahrzeugen, die vom DRK Biberach und der Feuerwehr Laupheim großzügig zur Verfügung gestellt wurden, konnte die lange Anreise durchgeführt werden, um dort anstehende Pflegearbeiten durchzuführen. In dieser flachen, von Weinbergen gesäumten Landschaft befindet sich auf einer kleinen Anhöhe der Friedhof, der 1954 angelegt wurde und auf dem in acht Grabfeldern 8342 deutsche Tote Soldaten und Zivilisten liegen. Die Mehrzahl der Soldaten ist in den letzten Kriegswochen gefallen, eine nicht unerhebliche Anzahl der Toten starb nach Kriegsende in Gefangenenlagern. Die meisten Toten konnten namentlich erfasst werden, ihre Namen sind auf Pultsteinen eingemeißelt und über Listen auffindbar.

Die Arbeiten wurden in verschiedenen Gruppen durchgeführt, eine dringliche Arbeit war die Reinigung der Gehwegplatten und Mauern, die mit dem Hochdruckreiniger durchgeführt wurde. Da verschiedene Bereiche der Gehwege uneben waren und damit Stolperfallen bildeten, mussten die Waschbetonplatten ausgebaut, eine neue Planie angelegt und neu verlegt werden. Eine Arbeit, die sich über mehrere Tage hinzog. Das Geländer am Hauptaufgang war in die Jahre gekommen, es war nicht mehr stabil genug und wies Schäden auf, mit Schweißarbeiten konnte es repariert werden.

Die offene Eingangshalle begrüßt den Besucher in weißer Farbe, deren Glanz jedoch verblasst war und zumindest im Deckenbereich einen neuen Anstrich erhielt. Bei den weißen Marmorverkleidungen genügte der Hochdruckreiniger. Genauso wurde ein Teil der Pultsteine behandelt, bevor ein Trupp die Namen der Gefallenen mit wasserfestem weißem Filzstift nachzeichnete. So erhielten die Gefallenen, unter denen wir zahlreiche Jugendliche entdeckten, wieder einen lesbaren Namen. Ein Junge war erst 15 Jahre alt, er geriet in den Kämpfen um La Rochelle in Gefangenschaft und starb im Oktober 1945.

Auch auf einem Friedhof in Bordeaux arbeitete die gesamte Gruppe einen Tag lang, um auf Grabkreuzen die Namen von 192 deutschen Soldaten nachzuzeichnen, die im 1. Weltkrieg gefallen sind. Die zweite Woche war ausgefüllt mit Anlegen von Pflanzbeeten, Wegearbeiten und weiterem Beschriften der Pultsteine, eigentliche eine leichte, aber zeitaufwendige Arbeit.

Einen würdigen Abschluss unseres Einsatzes bildete die Gedenkfeier. Sie fand im Beisein von Simone Steimle, der deutschen Konsulin in Bordeaux, mit französischen Kriegsveteranen aus dem Algerien- und Indochinakrieg und ihren Fahnen, einem Vertreter der Feuerwehr aus Saintes, dem Bürgermeister von Berneuil und einem Vertreter des Volksbundes statt. Die Feuerwehrmannschaft war in Uniform angetreten. Die Ansprachen von Frau Steimle, Marc Pasquier vom Volksbund und Alfons Christ vom KFV hoben die Bedeutung dieser freiwilligen Arbeitseinsätze hervor und bescheinigten den Feuerwehrangehörigen ein hohes Lob. Als Beitrag zur Völkerverständigung und als Baustein für den Frieden in Europa sei dieser Einsatz gerade in den heutigen Tagen von enormer Bedeutung. Der Krieg in der Ukraine verdeutliche die Brüchigkeit des Friedens, so der Tenor der Redebeiträge. Mit Kranzniederlegungen, dem Lied vom „Guten Kameraden“, der französischen und der deutschen Nationalhymne wurde der Gedenkfeier ein würdiger Rahmen gegeben.

Neben der Arbeit kam auch der kulturelle Teil nicht zu kurz. Das Wochenende nutzten die Feuerwehrsenioren für einen Ausflug nach La Rochelle und damit an den Atlantik, sie besuchten das Schloss Roche Courbon mit dem großzügig angelegten Park und die weltbekannte Stadt Cognac. Auch mit der Feuerwehr in Saintes konnte ein Besuch vereinbart werden. Untergebracht war die Gruppe in der Luftwaffenkaserne in Saintes, wo sie auch bestens versorgt wurde.

Dieser dritte Arbeitseinsatz der Feuerwehrsenioren verlief zur vollen Zufriedenheit nicht nur aller Beteiligten, sondern auch die Verantwortlichen vor Ort zollten den Feuerwehrkameraden aus dem Kreis Biberach ein hohes Lob für ihre große Motivation und ihre gute Arbeit.

                                                                                                                                       Alfons Christ

Verabschiedung stellv. Kreisobmann Franz Helmstädt

Verabschiedung stellv. Kreisobmann Franz Helmstädt

Der Kreisfeuerwehrverband Biberach verabschiedet den langjährigen stellv. Kreisobmann der Altersabteilungen vom Landkreis Biberach.

Nach Begrüßung der Gäste durch Kreisverbandsvorsitzender Herbert Glutsch bedankte ere sich bei Biberacher Kommandat Florian Retsch für die Organisation und der Bereitstellung der Räumlichkeiten im Gerätehaus.

Franz Helmstädt, der sein Amt 13 Jahre mit viel Herzblut inne hatte wurde von Herbert Glutsch zum Ehrenmitglied des KFV Biberach ernannt und überreichte ihm eine Ehrenurkunde.
Anton Miller begrüßte ebenfalls die Gäste und ließ die Amtszeit von Franz Helmstädt revuepassieren. "Ich bin stolz, dass ich so aktive Stellvertreter habe wie Franz und Karl-Heinz die mich in allen Aufgaben unterstützen" so Miller. Es wurden viele Ausflüge und Besichtigungen organisiert. Leider mussten die Ausflüge 2020 und 2021 leider wegen Corona ausfallen. Als kleines Dankeschön erhält Franz Helmstädt einen Gutschein für einen Aufenthalt im Feuerwehrheim St Florian in Titisee.

Willi Städele wurde von Anton Miller kommissarisch zum Nachfolger von Franz Helmstaedt als stellv. Kreisobmann bestellt. Er wünscht ihm viel Erfolg für die Zukunft und hofft auf eine kameradschaftliche Zusammenarbeit.

Zum Schluss bedankte sich Franz Helmstädt für die Einladung, die Ehrung und für diesen schönen Nachmittag. Er wünscht seinem Nachfolger viel Erfolg für die Zukunft.

Brandschutzerziehung Verhalten im Brandfall

Nach Alarmierung durch einen Rauchmelder zuhause bleibt nur wenig Zeit, um sich in Sicherheit zu bringen. Doch die meisten Menschen wissen nicht, wie man sich im Brandfall richtig verhält und bringen sich und auch die Feuerwehr-Einsatzkräfte damit unnötig in Lebensgefahr, indem sie z.B. ins verrauchte Treppenhaus laufen.

Was tun, wenn es brennt? Wir meinen, das sollte „jedes Kind“ wissen!

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